2:0 gegen Hannover 96, 2:0 gegen Union Berlin, 3:1 gegen den SC Freiburg und dann 2:1 gegen Werder Bremen. Arminia Bielefeld hat vier Sensationen im DFB-Pokal hingelegt und steht nun im Halbfinale.
6,49 Millionen Euro hat es dafür an Prämien gegeben. Hinzu kommen noch einmal knapp eine Million Euro aus dem Verkauf der Karten. Macht in Summe knapp 7,5 Millionen Euro. Es kommen zudem nochmal um die 250.000 Euro an Zuschauereinnahmen aus dem Halbfinale hinzu.
Viel Geld für einen Drittligisten. Dieses gilt es nun klug zu investieren. Bielefelds Geschäftsführer Christoph Wortmann erklärte gegenüber der "Neuen Westfälischen", wie die Arminen mit dem Geld umgehen wollen.
Klar ist: Die Spieler sollen Prämien erhalten, auch Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle sollen an dem Erfolg partizipieren. Der Rest wird genommen, um Schulden zu tilgen und die Lizenz für die neue Saison zu sichern. Wortmann ist optimistisch, dass man durch die neuerlichen Einnahmen die Liquidität erfolgreich nachweisen könne.
Was im Umkehrschluss aber auch zeigt: Ohne diese Gelder hätte Bielefeld erheblich sparen müssen, das geht so vielen Traditionsvereinen in der 3. Liga so, wenn man nicht schnell wieder in die 2. Bundesliga zurückkehrt.
Daher wird die Arminia den Etat für die kommende Drittliga-Saison nach Aussagen von Wortmann auch nicht großartig anheben. Und wer weiß: Vielleicht packt Bielefeld ja auch die fünfte Sensation - dann würden nochmal 2,9 Millionen Euro an Prämien fließen - plus die prozentuale Zuschauer-Einnahme aus dem Finale.
Und vielleicht muss man auch gar nicht für die 3. Liga planen: Denn noch ist der Aufstieg möglich, aktuell liegt die Mannschaft auf Rang vier, vier Punkte hinter dem Relegationsplatz. Der direkte Aufstiegsrang zwei ist fünf Punkte entfernt.